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Unterricht - einmal, zweimal anders

 
Wo findet normalerweise der Schulunterricht statt? Genau, im Klassenzimmer, auf unbequemen harten Stühlen, an alten Tischen, die schon unsere Eltern oder gar Großeltern bekritzelt haben könnten…
Wir, Schüler der Klassen 7/8F bzw. 9Fder Siebensternschule, Außenstelle PTZ Franken, erlebten an zwei aufeinander folgenden Tagen, dass man Neues auch außerhalb des Schulgebäudes lernen kann.
 
Bei schönstem Wetter wanderten wir am 16. April von Franken nach Weißenstadt.
Unsere erste Station war das neue Museum „Rogg-In, das erst im vergangenen Jahr eröffnet hat. Hier wird auf sehr anschauliche Weise, mit Anfassen und Zuhören, aber auch mit Verkosten, der „Roggen als das besondere Getreide des Fichtelgebirges gezeigt. Verschiedene Getreidesorten, die Inhaltsstoffe, der Anbau von Roggen, die Verarbeitung bis hin zu den Unterschieden verschiedener Mehlsorten wurde sehr informativ vorgestellt. Bei einer „Roggenralley mussten wir uns verschiedene Kenntnisse rund um den Roggen erarbeiten. Das war gar nicht so einfach, denn bei manchen von uns wird doch tatsächlich Brot aus Roggen, Weizen und Bier hergestellt. (Die richtige Lösung lautet natürlich Roggen, Wasser, Salz.) Wem es doch zu anstrengend war, nur herum zu gehen, der konnte sich in den Dunkelräumen bei ruhiger Sprache und Poesie entspannen. Nicht umsonst heißt das Museum auch „Pädagogisch-poetisches Informationszentrum für die Roggenkultur.
Mit Kunst ging es im zweiten „Kleinen Museum weiter. Schon von außen, an der klaren modernen Fassade erkennt man, dass hier nicht „alte Kunstwerke ausgestellt werden können, sondern eher Modernes, also „zeitgenössische Kunst.
Die Dauerausstellung zeigt Werke von Marcello Morandini, der auch die Fassade gestaltet hat, in klaren geometrischen Linien. Alle Werke sind nur in Schwarz-Weiß. Das allein war für uns schon faszinierend. Am besten gefiel uns aber die Sonderausstellung von Elias Crespin. Er hat Skulpturen mit klaren geometrischen Formen, wie Dreiecke oder Kreise, gestaltet. Diese hängen an dünnen Fäden und werden durch eine Computerprogrammierung in Bewegung versetzt und in einer schönen entspannenden Choreographie gesteuert. Langsam bewegen sich die zum Beispiel Dreiecke nach oben, verdrehen sich etwas, und dadurch wirkt die ganze Skulptur aus jedem Blickwinkel auch anders. In zwei abgedunkelten Räumen waren die Skulpturen sogar beleuchtet. Wir hätten wohl noch stundenlang sitzen und staunen können, so beruhigend wirkte alles, zumal auch leise Musik zu hören war.
Leider mussten wir unseren Besuch doch bald beenden, denn es stand uns noch der „Heim-weg bevor.
Auf jeden Fall war dieser Wander- und Kunstag eine gelungene Abwechslung zum normalen Schulalltag.
 
Der zweite ungewöhnliche Schultag am 17. April widmete sich eher der klassischen Bildung. Doch auch hier waren wir eben mal nicht in der Schule. Wir sind nach Wunsiedel ins Landratsamt gefahren. Zunächst hatten wir mit Frau Busch einen Kurs in Sexualkunde und Schwangerschaftsverhütung. Zum Teil erfuhren wir Neues, aber insgesamt fühlen wir uns doch gut aufgeklärt.
Anschließend schauten wir mit Frau Lorke hinter die Kulissen des Landratsamtes. Frau Lorke führte uns in die Sitzungssäle, wir durften sogar  ins Büro vom Landrat Dr. Döhler. Auf seinem Schreibtisch lagen Akten über Akten, also nichts für jemanden, der nicht gerne liest. Wir erfuhren von Frau Lorke, welche Behörden es gibt und welche Aufgaben diese zu erfüllen haben. Für uns natürlich noch wichtiger - als das „Hauptverwaltungsamt oder „Bauamt, mit dem wir wohl nichts zu tun haben werden - die Frage, wann brauchen wir überhaupt mal das Landratsamt? Nämlich spätestens dann, wenn wir unseren Führerschein machen wollen, sind Termine in der „Führerscheinstelle notwendig. Hier gab es auch die Neuigkeit, dass jedes Erwischt- werden mit Alkohol/ Drogen einen Eintrag in die „Flensburg-Kartei nach sich zieht. Ade, Führerschein. Wir merken uns also „Finger weg von Alkohol und Drogen.
Geschichte
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