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Jeder kann süchtig werden oder
Kräutermischungen sind eine Mogelpackung


 
Kriminalkommissar Thomas Schmalfuß informiert die Abschlussschüler der Siebensternschule Selb über die Gefahren von Drogen. Kräutermischungen sind im Internet relativ leicht zu bekommen.
 
„Kräutermischungen sind eine Mogelpackung. Man weiß nie, was wirklich in den Tütchen drin ist. Mit diesen deutlichen Worten wies Kriminalkommissar Thomas Schmalfuß von der Kripo Hof die Schüler der 9. Klasse an der Siebensternschule Selb auf die unberechenbaren Gefahren dieser neuen Drogenart, auch „Legal Highs genannt, bei seinem Vortrag zur Drogenprävention hin und hatte auch echtes Anschauungsmaterial dabei.
„Kräutermischungen sind bei jungen Leuten ein großes Problem, belegte er mit aktuellen Pressemeldungen, in denen neben lebensgefährlichen Vergiftungen sogar über Todesfälle berichtet wurde. Zu bestellen sind die gefährlichen Suchtstoffe relativ leicht über das Internet. Sie werden in bunten Verpackungen zu vermeintlich günstigen Preisen und unter verlockenden Namen angeboten. Legal seien sie aber deswegen noch lange nicht. Die Wirkung sei nicht zu unterschätzen, aber „jeder, der diese Stoffe nimmt, ist ein Versuchskaninchen für die Hersteller, warnte Schmalfuß. Bereits der erste Konsum kann schon zur Abhängigkeit führen – und das alles nur um gut drauf zu sein. Zudem müsse jeder, der mit diesen Stoffen erwischt werde, mit einer Verdachtsanzeige rechnen. Die Inhaltsstoffe würden in einem Labor ermittelt.
Schmalfuß nannte als weitere illegale Drogen die Suchtstoffe „Cristal Meth, die durch die Grenznähe zu Tschechien in immer größeren Mengen in unsere Region kommen, sowie Cannabis und Marihuana. „Joint oder Führerschein – diese Auswahl bot Schmalfuß den Siebensternschülern an, die sich natürlich für den Führerschein entschieden. „Wer kifft kann nicht Autofahren, ergänzte der Drogenpräventionsbeamte. Denn wer mit Drogen im Körper am Steuer erwischt werde, müsse seinen Führerschein sofort abgeben und erhalte ihn erst wieder, wenn er nachweisen kann, dass er keine Drogen mehr konsumiere.
„Jeder kann süchtig werden, hob er hervor. Dabei beginne jede Sucht unauffällig und harmlos. Als Beispiele nannte Handy-, Internet-, Spiel- und Computersucht. Leider werden so genannte legale Drogen wie Alkohol, Nikotin und Medikamente in der Gesellschaft anerkannt, obwohl es Einstiegsdrogen sind. „Sucht ist nicht heilbar, man kann sie nur stoppen, verdeutlichte Schmalfuß und das wiederum sei für den Betroffenen äußerst schwierig. „Wie sind Weltmeister im Fußball, aber wird auch Weltmeister im Saufen! Jeder Mensch in Deutschland über 15 Jahre trinke durchschnittlich 11,8 Liter reinen Alkohol im Jahr. Bei Bier entspreche dies einer Menge von rund 500 Flaschen. Als der Referent von den Schülern den Grund für dieses Suchtverhalten wissen wollte, erkannten diese sofort, dass Trinken in der Gesellschaft akzeptiert ist und weil Alkohol als Genussmittel gilt.
„Steht Alkohol und Rauchen skeptisch gegenüber, dann habt ihr auch keine Probleme mit illegalen Süchten. Wein und Bier in geringen Mengen schmecken, aber wer kifft, der will nur high werden, gab Schmalfuß den Schülern mit auf den Weg. Um die Wirkung von Alkohol zu verdeutlichen, konnten die Schüler die „Rauschbrille ausprobieren. In Übungen, wie z.B. dem Händeschütteln oder der Aufnahme von Gegenständen vom Boden, erfuhren sie, wie bereits legale Drogen die Sinneswahrnehmung verändern.
Süchte verändern den Menschen und sein Umfeld, fügte Schmalfuß an. Er berichtete von zerbrochenen Familien oder Eltern, die ein Kind durch Drogen verloren hätten sowie vom Verlust des Arbeitsplatzes.


Text und Fotos: Gerald Lippert
Geschichte
Drogenpraevention_151
Drogenpraevention_152
Aufmerksame Zuhörer waren die Schüler der 9. Klasse an der Siebensternschule Selb, als Kriminalkommissar seinen Vortrag zur Drogenprävention hielt.
Mit der „Rauschbrille konnten die Schüler die Wirkung von legalen Drogen wie Alkohol in Übungen nachvollziehen
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